Glutenfreies Mehrkornbrot

ohne Hefe, ohne Backpulver

Vorschau

4 (1 Bewertungen)
160 Min. Gesamtzeit
20 Min. Arbeitszeit
80 Min. Koch-/Backzeit
1 Portionen

  • 600 g Mehl
  • 2 TL, gestr. Salz
  • 3 TL, gehäuft Natron
  • 900 ml Wasser
  • 6 EL Flohsamenschalen
  • 100 g Körner
  • 4 EL Essig
  • Brotgewürzmischung

Das Wasser und die Flohsamenschalen mit einem Schneebesen verquirlen und mindestens eine Stunde quellen lassen. Dieser Glibber ist der Gluten- und somit der Kleberersatz.

Das Mehl mit dem Salz und dem Natron mischen (je nach Geschmack vielleicht auch noch Brotgewürz dazugeben). Dann die aufgequollene Flohsamenschalenmasse und den Essig oder Zitronensaft ins Mehl geben und 10 Minuten mit der Küchenmaschine oder dem Handmixer auf höchster Stufe verrühren. Knethaken nutzen. Nach den ersten 5 Minuten die Körner zum Teig geben. Der Teig ist sehr klebrig (daher habe ich es aufgegeben, diesen mit der Hand zu kneten).

Den Backofen auf 175 - 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Währenddessen den Teig auf zwei mit Backpapier ausgelegte Königskuchenformen (= Kastenformen) verteilen, glatt streichen und mit einem spitzen Messer der Länge nach tief einritzen. Das Backpapier sollte dabei etwas über den Rand hinaus reichen, um es später beim Rausnehmen besser fassen zu können. Die Kastenformen nebeneinander mit der schmalen Seite zur Backofentür auf mittlerer Schiene auf einen Rost stellen. Die Backzeit beträgt ca. 80 - 90 Minuten.

Nach 15 Minuten Backzeit den gezogenen Einschnitt im Teig nochmal erneuern. Nach insgesamt 60 Minuten Backzeit die Brote mit Hilfe der überstehenden Backpapierenden aus den Backformen nehmen und weitere 20 - 30 Minuten nur mit dem Papier auf dem Rost weiter backen. Klopftest machen, ob die Brote fertig ist. Die Brote werden durch das Herausnehmen rundherum knusprig, darum ggf. die Temperatur etwas reduzieren, falls die Brote zu dunkel werden.

Anmerkungen: Knetet man den Teig mit der Hand und nutzt keine Kastenformen, ist die Gesamtbackzeit etwas kürzer. Das Gesamtergebnis war bei mir aber nie so toll, dass sich das für mich lohnte.

Mehl: Kichererbsen- und rote Linsenmehl haben einen sehr eigenen Geruch und Geschmack. Meine favorisierte Mehlmischung besteht aus 250 g Hafermehl, 230 g Reismehl-Vollkorn, 120 g Buchweizenmehl.

Aber Vorsicht: Proteinmehl, welches teilweise einen Mehlanteil ersetzen kann, enthält ggf. Backtriebmittel. Das Brot könnte dadurch zusammen mit dem Natron sehr stark aufgehen. Bei meinem Backversuch wurde das Brot auch irgendwie wie Gummi.

Körner: Es ist alles erlaubt was schmeckt, außer Sonnenblumenkerne! Ich weiß nicht warum, aber Sonnenblumenkerne werden grün und sehen dann im Brot wie Schimmelflecken aus. Evtl. liegt es am Natron.

Apropos Natron: Natron wirkt als Backtriebmittel angeblich nur zusammen mit Säure (z. B. Essig/Zitrone/ Buttermilch), aber meine Brote sind auch schon ohne Essig gut gelungen.

Die Brote sind nicht sehr groß, trotzdem empfehle ich, diese Menge für zwei Brote zu nutzen. Egal ob in der Kastenform oder direkt auf dem Blech. Backt man mit dieser Menge ein großes Brot, bleibt es im Inneren etwas matschig. Matschig wird das Brot auch, wenn die Flohsamenschalenmasse nicht sorgfältig genug mit den trockenen Bestandteilen verknetet wird.

Die Brote erst nach dem Abkühlen anschneiden. Die Brotscheiben können wunderbar eingefroren und einzeln aufgetaut werden. Das Brot ist auch nach dem Auftauen einige Tage in einer Plastiktüte haltbar und schmeckt frisch.